Schutzvertrag/Schutzgebühr

Was ist ein Schutzvertrag?

Wer ein Tier vom Züchter/Tierschutz oder Tierheim übernimmt, unterzeichnet in der Regel einen Schutzvertrag.

Dieser Schutzvertrag beinhaltet den Namen, die Adresse und ggf. die Nummer der Personalausweises des neuen Halters, sowie eine genaue Beschreibung des Tieres, die Haltungs- und Abgabebedingungen,  sowie die Höhe der Schutzgebühr.

Die Verträge unterscheiden sich nur im Detail, grundsätzlich sind sie aber sehr ähnlich.

In allen Verträgen verpflichtet sich der Besitzer das Tier artgerecht zu halten, es gut zu pflegen, Krankheiten tierärztlich behandeln zu lassen und das Tier weder zu verkaufen noch zu verschenken. Wenn das Tier vom Tierschutz/Tierheim übernommen hat, erklärt der Unterzeichner sich ferner damit einverstanden, vom Tierschutz hinsichtlich seiner Tierhaltung kontrolliert zu werden. Mit seiner Unterschrift verpflichtet sich der Tierhalter, wie bei jedem anderen privatrechtlichen Vertrag auch, die Vertragsbedingungen einzuhalten.

(Ergibt nun eine Kontrolle, dass das Tier entgegen diesen schriftlichen Vereinbarungen leben muss, hat der Tierschutz aufgrund dieser Schutzverträge eine Handhabe gegen den Tierhalter. Es gibt Gerichtsurteile, die den Vertragsbruch strafen und den Tierschützern in vollem Umfang Recht geben – und zwar unabhängig von Expertengutachten oder amtstierärztlichen Aussagen. Das Strafmaß geht von der Zahlung eines Bußgeldes an den Verein und die Übernahme der Gerichtskosten bis zur Herausgabe des Tieres an den Tierschutz.)

Dies geschieht nur zum Schutz des vermittelten Tieres, dem man so weiteres Leid ersparen will.

Wieso eine Schutzgebühr?

Bei der Übernahme der Tiere ist bei Züchtern/Tierschutz/Tierheim eine Schutzgebühr fällig.

Diese verdeutlicht, dass das Tier einen materiellen und emotionellen Wert hat.

Bei Züchtern „entschädigt“ die Schutzgebühr auch den Züchter selbst für die Kosten, die die Aufzucht des Tieres verursacht hat.

Ebenfalls wird die Schutzgebühr verlangt, um fest zu stellen, ob der neue Halter bereit ist, für das Tier Kosten zu übernehmen. Oftmals sind jene, die keine Schutzgebühr entrichten wollen, auch jene, die nicht bereit sind, Tierarztkosten oder ähnliches zu übernehmen.

Schutzgebühren  bei Tierschutz und Tierheimen beziehen sich auf die Ausgaben für Kastration, Impfung, Entwurmung, Streu, Futter etc. und sind nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein. Aber so hilft dieses Geld von vermittelten Tieren all denen, die keine Chance haben ein neues Zuhause zu finden, weil sie alt, verhaltensgestört oder zu krank sind. Und sie unterstützt kostenintensive Vorhaben, wie z.B. Kastrationen bei wildlebenden Katzen.

Die Schutzgebühr trägt somit ihren Namen zurecht, weil sie hilft Tiere zu schützen.

Quelle: http://www.tierschutzverein-gevelsberg.de/schutzvertrag/vertrag.html