Woher?

Um dein persönliches Superrudel zu haben, musst du sie erst einmal kriegen.

Jetzt ist die Frage woher, nicht?

Nun, gehen wir einmal durch, welche Möglichkeiten wir haben:

  1. Zooladen
  2. Züchter
  3. Tierheim/Tierschutzvereine/Notstationen

Zooladen:

Von Zooladenkäufen wird grundsätzlich abgeraten  ( Wieso  keine Zooladenkäufe?   <- Folgt den 3 Hyperlinks), da dies oft Vermehrer sind, die nicht auf die genetischen Folgen ihrer Verpaarungen achten (großes Stichwort Erbkrankheiten) und die Tiere oft in kleinen Boxen gehalten werden, in denen Sie sich kaum bewegen können und als Zuchtmaschinen oft bis zum Tod missbraucht werden.

Daher ist ein Zooladenkauf die denkbar allerschlechteste Alternative.

Hier ein Text, der von J.-H. Schultz erstellt wurde und in der Facebookgruppe „Ratten“ zur Verfügung steht:

Von J.-H. Schultz »

Gegen Zoolädenkäufe!

Ich möchte eine Ratte haben, doch woher?

Klar vom Zooladen natürlich.

Das ist die Standardantwort, die ich bekomme wenn es um diese Frage geht…

Viele Unterstellen den Käufern, Faulheit, Dummheit und Gedankenlosigkeit wenn sie im Zooladen Ihre Tiere kaufen. Ich Unterstelle Ihnen Ahnungslosigkeit.

Wenn die meisten einmal sehen woher Zooladentiere kommen wäre ich sicher, dass diese nie mehr dort kaufen würden.

Große Zoofachgeschäfte: Zajak, Kölle Zoo, etc rühmen sich damit eigene Zuchten zu haben…

Warum steht dann in der Liefereinfahrt Lieferwägen voll mit gestapelten Tieren? Was ist das für ein Züchter? Ein Züchter der 20 Tierarten Züchtet? Teils mit 20 verschiedenen Farben? Klingelt es da?

Dies ist eine Seite wo deutlich zeigt woher die Tiere wirklich kommen… http://gegen-zooladekaeufe.cms4people.de/51.html

Diese Seite klärt komplett auf und ich spare mir weitere Worte.

Es gibt so viele Auffangstationen, Private Notfälle (Abgabetiere) Tierheimratten, Labortiere die ein gutes Zuhause suchen… Die Tiere sind medizinisch gecheckt (in guten Tierheimen), oft zahm und die Vermittler können euch was über das Tier erzählen. Gute Auffangstationen nehmen Ihre Tiere auch immer zurück…. Unterstützt bitte, bitte keine Zooladentiere.. Für jedes gekaufte Tier kommen 2 Neue..

Bitte nehmt euch einmal die Zeit und schaut euch diese Seite an:

http://gegen-zooladenkaeufe.de/

© Jill Schultz

 

Hier zum Thema ebenfalls noch ein Interessantes Interview:

http://www.rat-nose.de/haltung_interviews_zoo.htm

Eine umfangreiche PETA-Recherche deckt tierquälerische Massenproduktion von Kleintieren für den deutschen Heimtierhandel auf.

http://heimtierhandel.petadeutschland.de/#video

Tierqual und Tod – Alltag in deutschen Zoohandlungen“

https://www.youtube.com/watch?v=Xu2SZLfGnGQ

18.600 Ratten und Reptilien von Großhändler beschlagnahmt!

http://www.veganblog.de/2012/12/21/18-600-ratten-und-reptilien-von-groshandler-beschlagnahmt/?hc_location=ufi#.VSo7PpOxHcu

 

Auch möchte ich betonen, dass Zooladenkäufe, auch wenn die Tiere als Schlangenfutter vorliegen oder sooooo arm dran sind, keine Rettung sind.

Die Vermehrer bekommen trotzdem das Geld, der Zooladen nimmt trotzdem das Geld für das Tier. Und der Teufelskreis, den man eigentlich vermeiden will, dreht sich immer hübsch weiter. Also:

ECHT UNCOOL und ABSOLUT SINNFREI! Ihr seid keine „Tierretter“, wenn ihr die Tiere aus dem Laden kauft.


 

Züchter:

Ihr seid sicherlich stutzig, wenn ihr Züchter im Zusammenhang mit „Ratten“ lest, aber es gibt tatsächlich Farbrattenzüchter und eigentlich gar nicht mal so wenige.

Einen guten Züchter erkennt ihr daran, dass er Platz für seine Tiere hat. Ebenfalls erkennt man ihn oft auch daran, wenn ihr vorab die Tiere und deren „Lebensraum“ betrachten dürft. Er hält die Tiere in gleichgeschlechtlichen Gruppen, hat für die Würfe einen separaten, artgerechten Käfig. Ein Züchter sollte immer um die Genetik der Tiere Bescheid wissen. Bei Züchtern wird oft mit Schutzgebühr und Schutzverträgen gearbeitet. In diesen Schutzverträgen regeln die Züchter die Abgabebedingungen für das Tier und bieten auch oft an, dass sie die Tiere zurück nehmen, sollte es mit der Haltung wirklich gar nicht klappen.

Auch wird ein seriöser Züchter euch nach eurer Haltung fragen. Er wird wissen, wie und wo die Tiere gehalten werden, wie gut ihr informiert seid über die Haltung, ob diese artgerecht ist. Im Zweifelsfall wird ein seriöser Züchter das Tier nicht abgeben.

Seriöse Züchter geben niemals Tiere in Einzel- oder Paarhaltung ab. Sofern ein Rudel vorhanden ist, ist es so, dass die wenigsten geben Einzelratten oder Paarratten abgeben (in einem solchen Fall wird der seriöse Züchter auch einen Nachweis verlangen).

Ein Züchter steht einem oft auch mit Rat und Tat zur Seite, nachdem man die Tiere längst hat.

Nach einer Diskussion in der Rattengruppe, woran man einen guten Züchter erkennt, war Katle Wohlfahrt so nett und hat die Ergebnisse der Diskussion wie folgt zusammen gefasst:
„In diesem Artikel werde ich zusammenfassen auf was viele Käufer bei Züchtern Wert legen und auch achten sollen. Es geht hier nicht nur um unsere Meinung sondern um die Meinung vieler Halter, die Ich zusammengefasst habe.
– Artgerechte Unterbringung (genaueres siehe Rattenheim)
– Wissen über das Tier Ratte (Anatomie, Gesundheit, Verhalten)
– gutes Futter (siehe Futter)
– Genetikwissen Verpaarung nur nach sorgfälltiger Genetischer Auswahl, nur nach besten Genetikwissen,
– keine Risikoverpaarungen
– Mütter haben maximal 2 Würfe. Der erste frühestens mit 6 Monaten der letzte spätestens mit 12 Monaten (Beckenverknöcherung)
– Verpaarung nach Nachfrage. Nur wenn genügend Abnehmer vorhanden sind.
– Alttiere werden behalten und nicht nach „gebrauch“ abgeschoben.
– Zucht von Nacktratten wie Fuzz und Double Rex sehen wir kritisch, da sie jedoch in Deutschland nicht zu den Qualzuchten gehören und wenn bei der Zucht sonst alles passt deutet eine solche Zucht nicht immer gleich auf einen schlechten Züchter hin. Nacktratten wie Sphinx zählen jedoch zu den Qualzuchten da sie keine Tasthaare haben und solche Züchter sollte man nicht unterstützen!
– Stammbaum sollte immer vorhanden sein. Nicht nur mit Name und Geburtsdatum sondern auch besondere Merkmale, Todesursache, Krankheiten usw.
– Abgabe erst am 5-6 Wochen, nur zu zweit oder wenn kein Rudel vorhanden ist zu dritt
– Genug Geld für evtl. TA kosten
– nimmt die Tiere bei Bedarf zurück. Im Allgemeinen sollte der Züchter euch seine ganze Zucht präsentieren und euch nichts verschweigen. Ein guter Züchter hat keine Geheimnisse zeigt euch gerne das Leben seiner Tiere und kann euch schon sagen welche Tiere verpaart werden und was dort an Farben, Felltypen, Ohrenformen undzeichnungen fallen kann.
Außerdem finde ich einen Sachkundenachweiß für Kleintiere und die Gewerbeanmeldung wichtig.
Der Sachkundenachweiß gibt zwar nur bedingt Aufschluss über das Wissen zeigt aber den guten Willen des Züchters.Ein Züchter sollte euch jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen!
Wenn euch andere Sachen wichtig sind meldet euch gerne und ich Ergänze sie bei Bedarf .“

Tierheim/Tierschutzvereine/Notstationen:

Oft befinden sich auch einige hübsche Fellnasen im Tierheim, in Notstationen oder Tierschutzvereinen, die ein tolles Zuhause suchen. Es sind tolle Tiere, grade jene von My second Life (diese vermitteln ehem. Labortiere in eine gute Haltung, damit diese einen tollen Lebensabend verbringen können).

Habt keine Angst, Notnasen zu übernehmen, denn nur weil sie Notnasen sind, heißt das nicht, dass sie keinen tollen Charakter haben oder nicht vertrauen könnten. Einige der tollsten Tiere, die einige hatten, waren zum großen Teil Notnasen.

Es gibt diverse Notstationen und Nothilfevereine. Einige davon sind im Facebook präsent, möchten aber nicht hier auf der Seite aufgeführt werden, da sie die Zucht von Ratten nicht gut heißen.

Dies rührt vermutlich daher, dass es viele gibt, die keine Züchter sind, sondern Vermehrer und sich aber „Züchter“ nennen. Daher, bei der Suche eines Züchters auf oben genannte Punkte achten und am besten an jene in der Liste wenden, wenn ihr unbedingt welche vom Züchter wollt.

In der Liste führe ich nur Züchter auf, von denen es positive Berichte, seriöse Einblicke und ein gewisses Maß an Bekanntheitsgrad des seriösen Haltens und Züchtens gibt.

Hier werden die Tiere oft zu ähnlichen Bedingungen, wie beim Züchter, abgegeben.

Oft landen die Tiere aus den unterschiedlichsten Gründen dort wo sie sind:

  • die Halter waren überfordert
  • weil schlecht informiert
  • weil faul
  • weil es nicht ins Zeitmanagement passte (was auf schlecht informiert sein zurück läuft)
  • bereits schwangere Tiere erhalten
  • Geschlechter wurden falsch identifiziert
  • ohne Einverständnis der Eltern geholt
  • Allergien entwickelt
  • aus schlechter Haltung/Hoarding/Labor gerettet
  • Schwangerschaft der Halter
  • Umzug

Grade diese Tiere freuen sich über eine zweite Chance. (My second Life, siehe Liste der Züchter)

Ihr werdet in den Sub-Pages Listen finden mit vertrauenswürdigen Bezugsquellen, abgesehen von den üblich bekannten Tierheimen und Tierschutzvereinen.