Geschichte

Wie die Farbratte zum Menschen kam….

 

Die Vorfahren unserer Farbratten waren die Wanderratten, die ursprünglich im nördlichen Ostasien heimisch waren.  Es ist unbekannt, wann die Wanderratte sich im Westen begonnen hat, auszubreiten.

Circa um das 18. Jahrhundert haben die Wanderratten, vermutlich über Russland, Europa erreicht.  Von dort aus nahmen die Wanderratten Sack und Pack und wurden zu „Pi-Ratten“ (haha, kleiner Witz…). Die Ratten verbreiteten sich als blinde Passagiere durch die Schifffahrt über die ganze Welt hinaus.

Da Ratten klug sind, haben sie gelernt, dass es in der Nähe des Menschen leicht ist, Futter zu finden. So entwickelten Sie sich zu Vorratsschädlingen und sie fraßen sich dick und rund und die Rattenfamilien wuchsen.

Man versuchte die Ratten los zu werden und setzte Fangprämien aus. So begannen professionelle Rattenjäger um das 19. Jahrhundert (vermutlich sogar früher) herum, Tiere lebend zu fangen, um deren Verhalten zu studieren und sie somit besser fangen zu können.

Auch wurden Tiere lebend gefangen und zum Teil gezüchtet, vor allem als Kampfratten für Wettkämpfe, Rattengruben, Hetzjagden (vor allem im englischen Bereich), um Fangprämien zu kassieren, für die Ausstellungen des fahrenden Volkes oder als Nahrung während der Zeiten, in denen das Essen knapp war.

 

Zu dieser Zeit begann man bereits diverse Farbschläge heraus zu selektieren, da diese sich von der „wilden Ratte“  unterschieden.

Die ersten wild lebenden Albino-Ratten wurden 1553 in Europa von Conrad Gesner dokumentiert. Nicht-Agouti-farbene, sowie Hooded-Ratten wurden durch Castle im Jahre 1947 dokumentiert.

Schon bereits um 1828 nutzte man bevorzugt Albino-Ratten in Laboren als Versuchstiere für physiologische Studien, denn man erkannte, dass die gezähmten Wanderratten ruhiger waren und leichter zu handhaben. Somit waren Sie die idealen Tiere zur Forschung.

Die ersten bekannten puren Zuchtversuche für die reinen Labortiere fangen um 1870/1880 durch Crampe statt und wurden um 1947 nach Amerika gebracht um dort einen Stamm aufzubauen für die weitere Zucht.

Eine der ältesten Zuchtlinien stammt von 1856, als Jardin des Plantes von einer Futtertierzuchtkolonie von Black-Hooded-Ratten berichtete, die 132 Jahre später noch aktiv war.

Die älteste, mit voller Absicht gezüchtete Inzuchtlinie wurde von Helen Dean King am Wistar Insitute in Philadelphia, welches schon mit der eigentlichen Zucht um 1906 begann Ratten als „standardisierte Labortiere zu züchten“, um 1909 erschaffen.

Diese Ratten, nun WISTARAT genannt, wurden, zusammen mit der Sprague-Dawley-Ratte  eine der beliebtesten Rattenzuchtlinien für Labortiere.

Von 1957 bis 1994 züchtete innerhalb Deutschlands das Zentralinstitut für Versuchstierzucht ebenfalls Ratten für die Verwendung in Laboren.

In der weiteren Folgezeit bildeten sich immer mehr Farbvarianten heraus, weshalb der Begriff Farbratte sich für domestizierte Ratten herausbildete.

Man begann nun, mehr auf genetische Vielfalt zu achten. Nach den vielen Jahren der Zucht, ergaben sich deutliche Unterschiede in der Physiologie, Anatomie und dem Verhalten zwischen Farbratten (rattus norvegicus forma domestica) und den Wanderratten.

 

In den 60ern wurden erste Tiere als Haustiere gehalten, da die Farbratten ruhiger im Vergleich zu ihren „wilden“ Verwandten waren, aber dennoch klug, liebevoll und sehr schnell menschenbezogen wurden.

Quellen: Wikipedia,Rattenwelt.de

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