Eckdaten

Biologische Zuordnung/Systematik

Ordnung: Nagetiere Rodentia
Unterordnung: Mäuseverwandte Myomorpha
Überfamilie: Mäuseartige Muroidea
Familie: Langschwanzmäuse Muridae
Unterfamilie: Altweltmäuse Murinae
Gattung: Eigentliche Ratten Rattus
Art: Wanderratte Rattus norvegicus
Unterart: Farbratte Rattus norvegicus forma domesticus

Farbratten werden durchschnittlich 2-3 Jahre alt. Sie erreichen in etwa eine Körpergröße von 22-26 cm (ohne den Schwanz mit in Betracht zu ziehen, dieser misst in etwa weitere 18-22 cm). Gewichtstechnisch liegen Weibchen zwischen 200 und 400g, wohingegen die Böcke zwischen 250g und 650g wiegen. (Dies sind natürlich nur Richtwerte und können sich, wie bei uns Menschen durchaus unterscheiden.)

Ratten leben in Rudeln zusammen, weshalb man nie ein Tier in Paarhaltung oder Einzelhaltung haben sollte, denn dies kann zu groben Verhaltensschäden und Vereinsamung beim Tier führen. Wichtig ist hier auch, dass man Ratten nicht einfach wild zusammen werfen kann und man deshalb eine Integration durchführen muss.        Dies wird später erläutert.

Ratten werden zwischen der 4. und 6. Lebenswoche geschlechtsreif. Sie haben eine Tragezeit von 21-24 Tagen und können schon kurz nach der Geburt (und wir reden hier von +/- 30 Minuten) erneut schwanger werden (sofern sie weiblich sind, natürlich). Auf dieses Thema gehen wir im weiteren Verlauf noch ein, sowie auf die Unterscheidung der Geschlechter.

Physiologie der Ratten

Augen: Ratten haben durch ihre seitlich angebrachten Augen einen guten Rundumblick. Sie haben allerdings durch die weit auseinander stehenden Augen und die dazwischen befindliche Nase keine Möglichkeit für ein dreidimensionales, also räumliches Sehvermögen. Deshalb können sie Höhen schlecht einschätzen, wohingegen Sie Bewegungen sehr gut wahrnehmen. Sie haben ebenfalls wesentlich mehr lichtempfindliche Stäbchen im Auge, die es ihnen erlauben, auch bei sehr schwachem Licht gut zu sehen. Sie sehen Farben nicht in dem Umfang wie wir Menschen, wir haben drei Zäpfchentypen im Auge für die Farben Grün, Rot und Blau. Den Ratten fehlt der Typ für Rot und so nehmen sie vermutlich eher Gelbgrün bis Blauviolett (d. h. grade Gelb sehen sie gut) wahr und können, im Gegensatz zum Menschen, UV-Licht wahrnehmen..
Ohren: Ratten haben ein sehr gutes Gehör, unter anderem, weil sie die Ohren unabhängig voneinander in alle Richtungen bewegen können. Sie nehmen Töne wahr, die für das menschliche Ohr nicht einmal annähernd wahrnehmbar sind. Ratten verständigen sich auch vorwiegend im Ultraschallbereich.
Nase: Ratten nehmen ihre Umwelt über sehr differenzierte Gerüche wahr, da sie einen ausgesprochen guten Geruchssinn haben. Sie. Sie verständigen sich über gelegte Duftspuren, markieren ihr Revier mit Düften und orientieren sich auch bei der Partnerwahl und innerhalb des Rudels am Geruch. Ebenfalls orientieren sie sich bei der Nahrungswahl am Geruch. Wenn eines der Rudelmitglieder etwas gefressen hat, wovon es ihm schlecht geht, oder es verstirbt, so riechen die Ratten am Maul des Rudelmitglieds und meiden diesen Geruch.
Mund: Ratten haben einen sehr ausgeprägten Geschmacksinn und können schon kleinste Veränderungen in der Futterzusammensetzung erkennen. Sie können Nahrungskomponenten erkennen, die ihnen oder einem ihrer Rudelmitglieder nicht bekommen sind und sortieren diese aus.
Gleichgewicht: Ratten haben ein hochdifferenziertes Gleichgewichtsorgan im Innenohrbereich, so können sie problemlos auf Seilen oder an Kanten entlangbalancieren. Sie benutzen hier auch ihren geschmeidigen und muskulösen Schwanz zum Ausbalancieren, sowie bei Sprüngen als Ruder.
Tasthaare: Ratten besitzen Tasthaare (Vibrissen) mit denen sie ihre Umgebung auch ertasten können. Sie können so auch in Dunkelheit ihre Umgebung gut wahrnehmen

 

Zähne: Ratten haben Vorne ständig nachwachsende Nagezähne, diese Zähne haben vorne eine starke Zahnschmelzauflage, die gelblich bis orange ist. Ist diese Färbung hell oder grade zu weiß, deutet es darauf hin, dass die Tiere entweder eine Mangelernährung haben oder krank sind. Dazu besitzen sie 12 Backenzähne, die nicht nachwachsen.
Füße Ratten haben Vorne an den Füßchen 4 Zehen und eine nur ansatzweise vorhandene 5 Zehe, an den Hinterfüßen haben sie 5 Zehen.
Schwanz Der zart behaarte Schwanz ist sehr flexibel und muskulös. Er wird als Stabilisator beim Klettern und Balancieren benutzt. Bei Sprüngen wird dieser auch als „Flugruder“ benutzt. Ebenso nutzt die Ratte den Schwanz zur Temperaturregelung.
Beinmuskulatur Ratten haben eine sehr starke Beinmuskulatur. Sie schaffen zum Teil Sprünge von 60-100 cm.

Ebenfalls können Sie aufgrund ihrer starken Muskulatur und ihrer Krallen senkrechte Flächen hochklettern, sofern diese nicht glatt sind.

Körpertemperatur: ca. 36,5 – 37,9 °C
Atemfrequenz ca. 80 – 140 Respirationen/min
Herzfrequenz ca. 280 – 450 Schläge/min

Quelle: Wikipedia, diebrain.de

 

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